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| Wären es Menschen, bräuchten sie schon eine mittlere Kleinstadt zum Leben: Zwischen 30.000 und 60.000 Bienen (in einigen Fällen sogar bis zu 80.000) bewohnen im Sommer gemeinsam einen Bienenstock und bilden damit ein Volk. Und zwar ein Volk mit beeindruckender Staatsorganisation: In einem engen sozialen Gefüge hat jede Biene ihre Aufgabe; ein perfektes Zusammenspiel vieler Funktionen. Die Königin steht an der Spitze des Bienenvolkes ohne sie geht gar nichts. Sie legt nicht nur als einzige die Eier, sondern trägt nach ihrem Hochzeitsflug mit den Drohnen auch noch für drei bis vier Jahre den Spermienvorrat in sich, mit dem die Eier befruchtet werden können. Die Königin ist die größte Biene im Stock und wird vier bis fünf Jahre alt. Die Drohnen, die männlichen Bienen, erfüllen ausschließlich den Zweck der Fortpflanzung. Zwischen 500 und 2.000 von ihnen leben in einem Stock und jeweils nur einem Sommer lang. Haben sie ihre Lebensaufgabe, die Begattung junger Königinnen, erfüllt, werden sie im Herbst in der Drohnenschlacht aus dem Stock vertrieben. Drohnen sind größer und pelziger als Arbeiterbienen und haben auffällig große Augen. Sie können sich nicht selbst ernähren und sind mangels Giftstachel auch relativ wehrlos. Die Arbeiterinnen sind für Brutpflege, Wabenbau und Honigproduktion verantwortlich. Sie sind damit die vielseitigsten Bienen im Stock. In der ersten Lebenshälfte sind sie im Inneren des Stocks beschäftigt, in der zweiten Lebenshälfte fliegen sie aus, um Nektar und Pollen zu sammeln. Alt werden sie jedoch nicht: 35 Tage kurz ist das Leben einer Sommerbiene; nur jene Bienen, die mit der letzten Brut im Oktober schlüpfen, überwintern gemeinsam mit der Königin im Stock. |
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